Beziehungs­probleme

Kommuni­kations­kompetenz oder Beziehungs­fähigkeit verbessern?

Wenn in der Kommunikation mit anderen Menschen andauernd Spannungen, Aggressionen, Ängste und Probleme auftreten, stellt sich die Frage, ob hier ein Kommunikations­training zur Weiter­ent­wicklung der Kommunikations­kompetenz helfen kann oder ob eine Psychotherapie zur Verbesserung der Beziehungs­fähig­keit erforderlich ist.

Unterschiede zwischen Kommuni­kations­training und Psychotherapie

Gezielte Weiter­ent­wicklung der Kommunikations­kompetenz im Kommunikations­training

In einem Kommunikations­training erfolgt die Weiter­entwicklung kommunikativer Fähig­keiten mittels Aneignung von Kenntnissen der gelungenen und gestörten Kommuni­kation und durch professionell begleitetes Üben.

Kommunikation hat den Anspruch, Information verständlich und vollständig zu übertragen. Deshalb werden in einem Kommunikationstraining umfassende und vertiefte Kenntnisse der Kommunikation vermittelt. Ziel ist, sich in allen Aspekten der Kommunikation (Inhalte, Sprache, Stimme, Emotionen, Körper) authentisch, unmiss­ver­ständlich und sicher ausdrücken zu können.

Zudem möchten wir unser Gegenüber auch verstehen, wenn die Kommunikation aufgrund von Hilflosigkeit, Aggressionen oder problematischer psychischer Abwehr­mechanismen gestört ist. Mit den Kenntnissen der gestörten Kommunikation und den entsprechenden Kommunikations­strategien kann in diesen schwierigen Situationen sicher, bestimmt, vertrauens­bildend und deeskalierend reagiert werden.

So ermöglicht ein Kommunikations- und Deeskalations­training in vielen Fällen die gelungene Aufnahme von Kontakt und Beziehung, wo es ohne Training zu Missver­ständnissen, Streit, Aggressionen und Eskalation käme. Z.B. lernt und trainiert ein Flugbe­gleiter die entsprechenden Techniken, mit einem aufgewühlten, schwierigen oder aggressiven Passagier in einen produktiven Kontakt zu treten und eine sichere Beziehung aufzunehmen.

Kommunikations­training ist also eine Bildungs­maßnahme. Indirekt hat zwar jede Ausbildung auch einen Einfluss auf Persönlich­keits­entwicklung, Beziehungs­fähig­keit und Selbst­bewusst­sein, aber sie zielt nicht darauf ab.

Gezielte Persönlichkeits­entwicklung und Verbesserung der Beziehungs­fähigkeit in einer Psychotherapie

Hingegen verfolgt eine Psychotherapie direkt das Ziel der Persönlichkeits­entwicklung und Verbesserung der Beziehungs­fähig­keit. Die professionell aufgebaute Beziehung zwischen Klient und Therapeut ermöglicht es den Betroffenen, eine bessere Beziehung zu sich selbst zu entwickeln und die eigenen Emotionen gut wahrzu­nehmen, zu benennen und zu verarbeiten. In der Folge können sich neue gesunde Möglich­keiten und Wege entwickeln, mit sich selbst und mit anderen Menschen umzugehen.

Links

Kommunikationstraining: Inhalt und Ziele eines Kommunikations­trainings mit Schwer­punkt Authen­tizität und Körper­bewusstsein.

Präsentationstraining: Redeangst über­winden und sicher präsentieren.

Soziale Ängste: Was tun bei Ängsten vor bestimmten Situationen der sozialen Interaktion?

Selbstunsicherheit: Wenn Schüchtern­heit und Bindungs­ängste nahe Beziehungen verhindern.

Abwehrmechanismen: Problematische Abwehr­mechanismen in der Kommunikation erkennen und angemessen darauf reagieren.

Selbstbewusstsein: Mehr Selbstsicher­heit und Selbst­vertrauen durch Weiter­bildung und Selbstverwirklichung.